Hast Du Lust auf ein kleines Selbst-Experiment?

Kennst Du das Resonanzgesetz? Vereinfacht ausgedrückt bedeutet es, dass das, was Dir im Außen begegnet, immer ein Spiegel Deiner inneren Einstellung ist. Dein Umfeld spiegelt Dir also Dein inneres Leben wider, Deine Einstellungen, Meinungen und Glaubenssätze. Allerdings nur, wenn Du damit in Resonanz gehst. Ein praktisches Instrument, um über sich selbst und den eigenen Wachstumsprozess nachzudenken.

Das Resonanzgesetz verstehen und anwenden

Dieses 3000 Jahre alte Prinzip basiert auf den Erkenntnissen von Hermes Trismegistos. Er entdeckte 7 Gesetzmäßigkeiten, die heute als die Hermetischen Gesetze bekannt sind. Ein Teil davon beschreibt das Resonanzgesetz, das bekannteste universelle Gesetz, das besagt, dass Energie immer Energie der gleichen Intensität folgt. Wir gehen also mit etwas in Resonanz, wenn wir dafür eine innere Affinität haben, es eine entsprechende Schwingung schon gibt.

Beispiel: Ein Waldspaziergang. Sonnenstrahlen fallen durch die Baumwipfel, Person 1 erfreut sich an dem satten Grün der Blätter, genießt die frische Luft, die Ruhe. Person 2 bemerkt eher die abgebrochenen Äste, die entwurzelten Tannen und die anderen Beschädigungen, die der letzte Sturm gefordert hat.

Zwei ganz unterschiedliche Wahrnehmungen. Resonanz verhält sich ähnlich einem Fernsehprogramm, man kannst nur das hören und sehen, was gerade auf dem eingestellten Sender läuft. Für welchen Sender Du Dich entscheidest, bestimmst Du aufgrund Deiner Gefühle, Gedanken und Handlungen.

Die eigene Lebenseinstellung ist also ausschlaggebend für das, was wir in unser Leben holen, bewusst oder unbewusst. Aber über die müssen wir uns erst einmal bewusst werden. Denn mit der Eigenwahrnehmung ist das so eine Sache.

 

Die verschiedenen Wellenlängen

Befinden sich viele streitlustige Menschen im Umfeld, spiegeln sich hier wahrscheinlich die eigenen ungelösten inneren Konflikte. Ärgere ich mich ständig über etwas, dann zeigt das vielleicht eine unbewusste Wut. Ist jemand immerzu unzufrieden, hat er auch viele unzufriedene Personen in seinem Umfeld.

Natürlich wird uns auch das Positive gespiegelt. Wenn uns hilfsbereite Menschen begegnen, dann nur, weil wir auch hilfsbereit sind. Begegnen uns fröhliche Menschen, senden wir auf der Frequenz Freude.

Allerdings ist die Übersetzung eines Spiegels nicht immer ganz so einfach. Man sollte sich stets fragen: Was an der Situation oder Person triggert mich gerade und was empfinde ich dabei?

Wollen wir einen Spiegel wirklich verstehen, müssen wir uns bewusstmachen, welche Gefühle da mit im Spiel sind. Die empfundenen Emotionen sind der Schlüssel, eine mentale Interpretation der Umstände hilft dabei nicht weiter. Denn je nachdem was ich fühle, kann mir ein und dieselbe Situation ganz verschiedene Dinge spiegeln.

Wir sind allerdings meist so sehr im Verstehen behaftet, wir grübeln und zerbrechen uns den Kopf was der Spiegel denn jetzt bedeuten soll und deshalb entgeht uns der eigentliche Sinn. Erst über das Gefühl lässt sich verstehen, worauf die Situation aufmerksam macht.

Ein Beispiel: Dich überholt ein aggressiver Autofahrer 

Es gibt 3 mögliche Antworten:

  1. Du nimmst das völlig relaxt zur Kenntnis
  2. Du schimpfst und fluchst  in Deinem Auto laut vor Dich hin
  3. Du fühlst Dich bedrängt, eingeschüchtert, überfordert, wirst sauer auf Dich selbst, weil Dir immer wieder so etwas passiert

Reagierst Du wie in Punkt 1 beschrieben, dann hat das Verhalten nichts mit Dir zu tun, denn Du gehst nicht in Resonanz.

Siehst Du Dich unter Punkt 2, dann geht es um Gefühle wie Streitlust oder Wut. Du bist ehr hitzig als diplomatisch, willst selbst gerne selbstbewusster sein, die Führung übernehmen. Hier stellt sich die Frage wie es mit dem eigenen Selbstwert steht.

Solltest Du Dich unter Punkt 3 wiedererkennen, dann spiegelt sich eher Dein mangelnder Mut, Deine Hilflosigkeit und Machtlosigkeit. Dann darfst Du an deinem Selbstbewusstsein  arbeiten.

Jede Situation kann also entweder dasselbe Verhalten widerspiegeln oder das Gegenteil aufzeigen. Deshalb ist es wichtig genau hinzuspüren. Nur wenn uns etwas wirklich stört oder wütend macht, hat es etwas mit uns zu tun. Und je stärker unsere Reaktion ist, desto deutlicher wird uns unsere mögliche Schwäche vor Augen geführt. Erst über die Gefühle lässt sich verstehen, was sich wirklich  in einem Spiegel zeigt.

Ein weiteres Beispiel: Ein Meeting: eine Person meldet sich ständig zu Wort. Sie lässt andere nicht ausreden und übt nur Kritik. Ein echter Besserwisser.

  1. Du bemerkst es, regst Dich nicht auf und sagst Dir: „So ist es eben“.Du gehst nicht in Resonanz, weil das Vorgehen nichts mit Dir zu tun hat.
  2. Du gehst in Konfrontation, unterbrichst und kritisierst ebenfalls und ärgerst Dich über das Benehmen.Hier spiegelt sich ein ähnliches Verhalten. Das deutet auf ein vermeintlich starkes Selbstbewusstsein, man möchte selbst gerne im Mittelpunkt stehen. Ein Thema könnte ein gering ausgeprägter Selbstwert sein.
  3. Du fühlst Dich eingeschüchtert, traust Dich nicht mehr zu Wort zu melden, bist sauer auf Dich selbst, da Du es wieder nicht geschafft hast, Dich durch zu setzten. Hier wird das Gegenteil widergespiegelt, mangelndes Selbstvertrauen.

 

Dein Experiment:

Achte einen Tag darauf, was Dir an Anderen negativ auffällt und wie Du es bewertest. Jede Kritik, Ver- oder Beurteilung, alles was Dich ärgert. Bei jeder Person oder Situation, die unangenehme Gefühle in Dir auslöst, beschreibe die Eigenschaft und das aufkommende Gefühl dazu.

Halte  immer mal kurz inne und versuche, wie aus einer beobachtenden Position heraus, Dich und die Situation zu betrachten. Die besten Spiegel sind Ehepartner, Kinder, Mitarbeiter, Arbeitskollegen oder Chefs.

Bei dem Experiment ist Deine Ehrlichkeit gefragt. Denn nur so kannst Du etwas über Dich selbst erfahren, was Dir vielleicht so noch nicht bewusst ist. Bei diesem Experiment geht es nur um DICH.

Bildnachweis:©pixabay

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

For security, use of Google's reCAPTCHA service is required which is subject to the Google Privacy Policy and Terms of Use.

I agree to these terms.