Ist Ihr soziales Netz ausgewogen?

Image courtesy of stockimages at FreeDigitalPhotos.netUnser Leben wird immer hektischer, selbst die Freizeit stresst, weil wir uns nach der Arbeit in zu viele Aktivitäten stürzen. Hobbys und Verabredungen rufen  ein Gefühl von Verpflichtung hervor. Natürlich muss dann noch alles in sozialen Netzwerken geteilt werden. Nur sollte man dabei nicht die wirklich wichtigen Beziehungen zu Freunden und Familie vernachlässigen.
Lesen Sie, warum ein stabiles Umfeld positiv auf unsere Gesundheit wirkt.

Im Kreis guter Freunde sinkt Stress messbar schneller ab, Herz- und Pulsschlag normalisieren sich, das Immunsystem wird gestärkt und das beugt Depressionen und anderen psychischen Erkrankungen vor. Die Verbesserung unserer sozialen Beziehungen ist, wissenschaftlich bewiesen, die wirkungsvollste Maßnahme für ein längeres Leben, vor Raucherentwöhnung und Alkoholabstinenz.

Laut wissenschaftlicher Studien sind Menschen mit einem funktionierenden sozialen Netz nicht nur zufriedener und haben mehr Freude am Leben, sie trauen sich auch mehr zu und betrachten Schwierigkeiten eher als Herausforderung denn als Belastung.
Es macht also absolut Sinn seine sozialen Kontakte zu pflegen, um sich somit die Aussichten auf ein gesünderes- und vor allem glücklicheres Leben zu verbessern.

Ein gesundes Umfeld schaffen

Als soziale Wesen sind wir auf Beziehungen angewiesen, auf Gedankenaustausch, Zuneigung, Trost und Verständnis. Wir benötigen Freunde und menschliche Gesellschaften um uns geschätzt und gemocht zu fühlen. Dennoch ist nicht jeder Kontakt hilfreich. Wenn Sie hunderte Follower bei Facebook und Co haben, mag das Ihrem Ego schmeicheln, Unterstützung finden Sie aber eher in realen Beziehungen. Eine riesige Freundesliste lässt Sie wahrscheinlich beliebt rüberkommen, aber in Wirklichkeit sind das alles nur oberflächliche Kontakte. Besteht das persönliche Umfeld hauptsächlich aus Personen, die Ansprüche stellen und Leistung erwarten, wird uns das auch eher stressen als helfen. Besonders wertvoll sind die Kontakte, die ohne Bedingungen und Leistungsdruck gepflegt werden.

Wir müssen uns also ein „gesundes“ Umfeld schaffen. Das bedeutet, sich mit Menschen zu umgeben, die unsere Interessen, Stärken und Schwächen mit uns teilen. Gemeinsame Ziele, wie eine gleiche Weltanschauung, Sport oder Politik, sorgen für ein Zusammengehörigkeitsgefühl.
Vielfältige persönliche Kontakte garantieren, dass immer ein passender Ansprechpartner für das jeweilige Problem gefunden werden kann.
Eine Freundschaft oder eine Beziehung sollte aber stets aus Geben und Nehmen bestehen. Wenn wir einem Menschen unsere Aufmerksamkeit schenken, sollten wir das Gefühl haben, auch seine ungeteilte Aufmerksamkeit genießen zu können, nur dann handelt es sich um eine gesunde Verbindung. Wenn diese Balance gestört ist, sollten wir klären, warum das so ist.

Überprüfen Sie Ihre persönlichen Kontakte

Wenn Sie sich auch nur eine der nachfolgenden Fragen stellen, dann sollten Sie diesen Kontakt dringend überprüfen.

  • Aus welchem Grund habe ich eigentlich Kontakt zu dieser Person?
  • Warum ist der Kontakt nur einseitig?
  • Warum ist das Verhältnis so oberflächlich?
  • Warum fühle ich mich von der Person ausgenutzt?

Mit Freunden sollten Sie gerne Ihre Zeit verbringen wollen. Ein Merkmal wahrer Freundschaft ist auch ein vertrautes Gefühl, das auch dann besteht, wenn man sich lange Zeit nicht gesehen hat und auch nicht direkten Kontakt hatte. Sie wohnen mittlerweile vielleicht nicht mehr in derselben Stadt, aber wenn Sie zusammen telefonieren, fühlen Sie sich so nah wie immer.

Wahre Freunde sind auch immer füreinander da, wenn einer von ihnen Hilfe benötigt. Oftmals kommt Unterstützung auch von jemandem, von dem man dies nicht unbedingt erwartet hätte, so können Freundschaften wachsen.
Aber auch Freude sollte man miteinander teilen können. Denn eine gute Freundschaft zeichnet sich auch aus, indem man anderen etwas gönnen kann, auch wenn es bei einem selbst nicht ganz so gut läuft. Statt hier neidisch und missgünstig zu reagieren, beweist man mit aufrichtiger Herzlichkeit seine Freundschaft.

Eine Freundschaft entsteht nicht von heute auf morgen. Sie entwickelt sich, und das braucht Zeit. Wichtig ist, dass man sie pflegt. Menschen mit einem funktionierenden sozialen Netz sind zufriedener und haben mehr Freude am Leben. Es macht also Sinn Freundschaften zu pflegen.

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