Lästern ist out!

Stuart-Miles-at-FreeDigitalPhotos.netKlatschen, tratschen oder lästern, wir tun es alle! Mal mehr, mal weniger. Es kann richtig spannend sein und soll sogar Stress abbauen. Egal ob über Bekannte, Kollegen oder Stars, den neuesten Klatsch auszutauschen verbindet scheinbar. Bekommt Tratsch aber eine negative Note, wird schnell aus normalem Alltagsklatsch gehässiges Lästern.

Klatsch und Tratsch haben nicht den allerbesten Ruf und doch können wir nicht aufhören, über andere Menschen herzuziehen. Keine Frage Flurfunk gehört in ein Unternehmen und über die neuesten Seitensprünge der Hollywood-Stars herzuziehen ist auch eher die harmlose Klatsch-Variante. Zahlreiche Wissenschaftler haben sich in den vergangenen Jahrzehnten mit der Psychologie des Lästerns beschäftigt. Demzufolge hat Klatsch auch einen positiven Aspekt, er stärkt das Wir-Gefühl. Durch Tratschen mit Gleichgesinnten solidarisieren wir uns. Allerdings sollte man darauf achten, dass aus einer lockeren Plauderei keine üble Nachrede wird.

Lästern macht unsympathisch

Aber die Wenigsten machen sich Gedanken darüber, was sie da eigentlich tun und halten es für eine harmlose Angelegenheit. Wer lästert, sagt aber: Ich bin zu feige, um anderen meine Meinung zu sagen. Und über die Schwächen anderer zu reden, soll meist nur von den eigenen Fehlern ablenken. Wer lästert, schadet sich selbst oftmals mehr als dem vermeintlichen Gegner und Geschädigten. Denn eine aktuelle Studie der US-Verhaltensforscherin Sally D. Farley von der Uni Baltimore konnte nachweisen, dass Menschen, die gerne lästern, als weniger sympathisch und weniger vertrauenswürdig empfunden werden. Wer zu viel und extrem über andere herzieht, schadet sich auf Dauer also selbst. Und niemand mag die Vorstellung, dass hinter einem selbst getuschelt wird. Wer einmal Opfer einer Lästerattacke wurde, weiß wie verletzend es ist, und ein gestörtes Vertrauensverhältnis lässt sich in den wenigsten Fällen wirklich wieder reparieren.

Also lassen Sie sich nicht von der Lästerneigung anderer anstecken. Denken Sie an sich selbst: Je besser Sie von anderen sprechen, desto wohlwollender wird man über Sie reden. Außerdem ist es eine Frage der Fairness, andere wissen zu lassen, woran sie sind. Auch wenn Ehrlichkeit mehr Mut und Energie kosten.

Bildnachweis: Stuart Miles at FreeDigitalPhotos.net

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