Warum wir so gerne ´Ja, aber`…. sagen

Image courtesy of shirophoto at FreeDigitalPhotos.netKennen Sie das auch, eigentlich hält Sie nichts davon ab, sich einen neuen Job zu suchen, sich die Eigentumswohnung zu kaufen, einen Roman zu schreiben, für ein Jahr ins Ausland zu gehen, wenn das „Ja, aber“.… nicht wäre. Es folgen viele Einwände, warum das jetzt gerade doch nicht der richtige Zeitpunkt ist. Mit den Ausreden versuchen wir aber nur, uns selbst davon zu überzeugen, dass die Pläne keine Aussicht auf Erfolg haben können. Dabei haben wir nur Angst zu scheitern und nehmen viele Herausforderungen gar nicht erst in Angriff. Doch diese Versagensangst zerstört unser Selbstwertgefühl und nimmt uns die Lebensfreude.

Die Angst zu versagen ist bei vielen Menschen ein großes Hemmnis

Ging es Ihnen in Ihrem Leben auch schon einmal so, dass Sie aus Angst zu versagen beschlossen haben gar nicht erst anzufangen? Wenn wir uns aber durch die Angst vor einer Niederlage davon abhalten lassen, etwas zu probieren, dann sind wir gescheitert, noch bevor wir überhaupt begonnen haben. Und doch sagen wir zu gerne „Ja, aber“…. und meinen in Wirklichkeit „NEIN, ich trau mich nicht“. Nur so direkt haben wir uns das noch nie eingestanden. Also umschreiben wir den Zustand und finden tausend Ausreden, warum wir gerade jetzt nicht in der Lage sind JA zu sagen und etwas zu wagen. Wir finden Gründe, die uns beweisen, dass unsere Pläne zurzeit keine Aussicht auf Erfolg haben.
Denn nach jedem „Ja, aber“…. kommt eine umschweifende Erklärung, die eigentlich nur eine Entschuldigung vor sich selbst ist. Alle Argumente, die wir uns ausdenken, findet unser Gehirn, um uns vor der Tatsache zu schützen, dass wir einfach nur Angst zu versagen haben.

Diese Ängste verhindern, dass wir unser volles Potential ausschöpfen. Bevor wir etwas wagen, lassen wir es lieber ganz bleiben. Egal ob wir sagen „Ja, aber ich bin noch nicht so weit“, „Ja, aber dazu habe ich keine Zeit“, „Ja, aber das ist nichts für mich“. Jeder kennt genug eigene Ja, aber´s….

Die Angst vor Misserfolg verhindert wirklichen Erfolg

Einem Freund wurde vor einiger Zeit eine neue Position angeboten. Er hat sie abgelehnt mit der Begründung „Ich fürchte dann nicht mehr genug Zeit für mich und meine Familie zu haben.“ Mit einem Augenzwinkern murmelte er etwas von zu viel Stress. Dass er Zeit mit seiner Familie verbringen möchte, ist wundervoll. Warum aber diese Ausrede? Hört man genau hin, offenbart sich die eigentliche Aussage „Ich habe Angst, das alles nicht mehr zu schaffen. Ich könnte versagen, was sollen dann meine Frau und meine Kinder von mir denken“.
Die vermeintliche Angst vor Stress, ist nichts anderes als Angst vor Misserfolg und vor allem vor Ablehnung.

Die Angst abgelehnt zu werden ist uns aber nicht bewusst, wir sind uns nicht einmal klar darüber, dass wir überhaupt Ängste haben. Deshalb sucht unser Gehirn nach allen möglichen Entschuldigungen, warum wir etwas nicht tun können. Wir versuchen, uns selbst zu überzeugen und vermeiden es so, eine Niederlage zu riskieren.

Dabei sind Versagensängste meist schlimmer als das Versagen selbst. Denn nach jeder Niederlage gibt es eine neue Chance. Jedes Scheitern kann eine wichtige Erfahrung sein. Wenn wir uns trauen, angstbesetzten Situationen nicht auszuweichen, werden wir erfahren, dass wir sehr gut mit ihnen umgehen können. Doch wer sich aus Angst gar nichts zutraut, kann keine Erfahrungen machen und wird auch keine Erfolge verbuchen können.

Wenn wieder einmal ein „Ja, aber…“ über Ihre Lippen kommt, dann sollten Sie künftig genau hinschauen, wovor Sie wirklich Angst haben.
Belügen Sie sich nicht länger, denn nur wer ehrlich zu sich selbst ist, lernt sich besser kennen.

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