Wissen Sie eigentlich wie sich Stille anhört?

Mike inframe.xyzOb Verkehrslärm, nervige Laubbläser, musikalische Dauerbeschallung, streitende Nachbarn oder Klingel-Terror von Handys, die Lärmquellen in unserer Umgebung nehmen zu. Jeder zweite Deutsche fühlt sich davon gestört,  Lärm macht auf Dauer außerdem krank. Aber ruhige Momente sind kaum noch zu finden. Dabei ist Stille wie ein Kurzurlaub für die Seele.

Was Krach mit uns macht

In vielen Städten wird es einfach nie richtig still. Laute Geräusche gehören für viele Menschen schon ganz selbstverständlich zum Alltag. Mit der Zeit gewöhnt man sich an die verschiedenen Geräuschquellen und nimmt sie bewusst gar nicht mehr wahr. Unbewusst schaden sie dennoch unserer Gesundheit. Denn Lärm ist weit mehr als nur eine Umweltbelastung, er nervt und macht krank. Unser Gehirn ist ständig damit beschäftigt, die Geräusche zu identifizieren. Das setzt uns unter Dauerstress. Das Stresshormon Cortisol wird ausgeschüttet und das lässt Blutdruck und Puls steigen, es kommt zu Konzentrationsstörungen und Schlafmangel, bis hin zum Hörsturz.

Äußere und innere Ruhe sind wichtig für Ihre Gesundheit

Machen wir selbst Krach, empfinden wir das nicht als störend. Nur wenn wir keinen Einfluss auf die Geräusche haben, ihnen nicht ausweichen können, fühlen wir uns belästigt. Dennoch ist auch die selbst gewählte Dauerberieselung durch Fernseher, Radio oder iPod eine Geräuschkulisse, die uns permanent ablenkt und die uns schwerlich zur Ruhe kommen lässt. Das alles lässt sich gut ertragen, solange es anschließend Erholungszeiten gibt. Denn in dieser Auszeit kann der Körper Kraft tanken. Leider gibt es im Alltag kaum noch Lärmpausen, Stille ist nur noch selten zu finden. Phasen völliger Ruhe, in denen wir überhaupt nicht mit Lärm konfrontiert werden, müssen wir uns also selbst schaffen. Den Fernseher und das Radio mal einen Abend ausschalten, das Telefon stumm schalten und einfach mal in der Stille sitzen und lauschen, ganz bei sich selbst sein.

Ruhe ist spürbar

Wie fühlt es sich an einfach mal durch nichts gestört zu werden? Den eigenen Herzschlag hören, seinem Atem lauschen zu können. Stille kann ungewohnt sein, irritierend. Lässt man sich aber darauf ein, dann entfaltet sich ihr Zauber. Dann kann man die Stille spüren, die den ganzen Körper durchströmt und ein warmes, wohliges Gefühl auslöst. Wer sich nicht ab und zu in die Stille begibt, hat kaum eine Chance Zufriedenheit, Gelassenheit, Harmonie und Lebensfreude in sich zu entdecken.

Bildnachweis: Mike inframe.xyz

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

For security, use of Google's reCAPTCHA service is required which is subject to the Google Privacy Policy and Terms of Use.

If you agree to these terms, please click here.